Italkart Record 62 Sidewinder 1961 Rennkart, Parilla V11 Thunderbolt Motor

Preis:
Auf Anfrage
Technische Daten:
  • Baujahr:
  • 1960
  • Getriebe:
  • ohne
  • Kraftstoff:
  • Benzin
  • Karosserieform:
  • ATV Quad Buggy Kart
  • Innenfarbe:
  • rot
  • Außenfarbe:
  • rot
  • Zustand:
  • occasion
Öffentliche Info:
  • veröffentlicht:
  • März 22, 2026
  • Aktualisiert.:
  • Mai 26, 2026
  • Besuche:
  • 53

Weitere Informationen

Historische Dokumentation: Das Italkart Record 62 „Sidewinder“ Oldtimer-Rennkart

Modell: Italkart Record 62 „Sidewinder“ Rennsport-Umbau
Motor: Moto Parilla V11 Thunderbolt (1958)

Die Identität des Fahrzeugs
Bei diesem historischen Rennkart handelt es sich um ein faszinierendes und extrem seltenes Unikat – ein echtes italienisches „Pezzo unico“ – aus der Frühzeit des europäischen Kartsports. Die detaillierte technische Analyse der Konstruktion zeigt, dass das Fahrzeug kein Standard-Modell aus einem einfachen Verkaufskatalog ist. Es handelt sich um eine zeitgenössische Rennsport-Konstruktion aus den Jahren 1963/1964. Bei diesem Neuaufbau wurden die besten Komponenten zweier legendärer italienischer Edelmarken miteinander kombiniert, um als echter Oldie auf den Rennstrecken die maximale Performance zu erzielen. Ein solches Vintage Kart ist heute ein gesuchtes Sammlerstück für jeden Oldtimer-Liebhaber.

Der Ursprung: Die Ära Italkart (1961–1962)
Die vordere Hälfte des Chassis begann ihr Leben als reinrassiges Italkart Record 62. Die Marke Italkart Bologna war ein ambitioniertes Projekt, das in seiner ursprünglichen Form um 1961 existierte. Als der Kartsport um 1959 von Amerika nach Europa schwappte, reagierte der Hersteller mit massgeschneiderten Rahmen für die neuen, hochdrehenden europäischen Zweitaktmotoren. Das absolute Markenzeichen dieses Modells war die markante Frontpartie mit dem bronzefarben eloxierten Aluminium-Wellblech, welches für eine enorme Verwindungssteifigkeit sorgte und diesen Oldtimer optisch unverwechselbar macht.

Die Konstruktion des Langstrecken-Tunneltanks
Der verbaute Kraftstofftank ist das wichtigste historische Puzzleteil dieses Fahrzeugs. Es handelt sich hierbei nicht um den kleinen Standard-Tank für kurze Sprintrennen, sondern um einen originalen Italkart endurance tank für den harten Langstrecken-Einsatz (Endurance Racing). Er wurde von Hand aus Aluminium geschweisst und speziell so konstruiert, dass er im vorderen Rahmendreieck direkt zwischen den Beinen des Fahrers („Inboard-Tank“) sitzt. Durch den integrierten, tiefen Tunnel tank, in dem die Lenksäule verläuft, lag das Benzinvolumen im tiefstmöglichen Schwerpunkt des Fahrzeugs. Für den schnellen Boxenstopp verfügt dieser vintage kart tunnel tank zudem über den originalen italienischen Klapp-Schnellverschluss („Tappo a scatto“) mit Sicherungssplint.

Die Sidewinder-Revolution und das Tecno-Heck (1963/1964)
Mitte des Jahres 1963 veränderte die italienische Firma Tecno den Kartsport für immer. Mit dem Modell Tecno Piuma Kart 1963 erfanden sie das sogenannte „Sidewinder“-Konzept: Der Motor wanderte vom Rücken des Fahrers nach rechts neben den Sitz. Diese geänderte Gewichtsverteilung bot in den Kurven einen so dramatischen Vorteil, dass traditionelle Heckmotor-Karts über Nacht chancenlos wurden. Um das Italkart im Rennbetrieb weiterhin konkurrenzfähig zu halten, wurde die ursprüngliche Heckpartie im Rennstall abgetrennt. Es folgte eine professionelle Vintage Kart Sidewinder conversion 1964. Dieses Heck zeichnet sich durch zwei parallele Rahmenrohre zur stufenlosen Aufnahme des Seitenmotors sowie eine extrem verwindungssteife 3-Lager-Hinterachse (Tecno Kart 3 bearings) aus, die den starken Kettenzug des seitlichen Motors optimal abfängt.

Das hydraulische Tecno-Bremssystem
Passend zum Umbau auf die moderne Heckpartie wurde dieser Rennsport-Oldi mit der damals neuesten Rennbremstechnologie ausgestattet. Während frühe Karts der Jahre 1960–1962 noch über unzuverlässige mechanische Seilzugbremsen verfügten, besitzt dieses Modell bereits die originale hydraulische Scheibenbremsanlage von Tecno („Freno a disco idraulico“). Die extrem dünne Werksscheibe ist mit den charakteristischen, kreisrunden Entlastungsbohrungen zur Kühlung und Gewichtseinsparung versehen. Dieses technische Detail erlaubt es, den professionellen Umbau des Karts präzise auf die Phase zwischen Ende 1963 und Anfang 1964 zu datieren.

Der optische Feinschliff im „Modena-Stil“
Ein weiteres Highlight dieses historischen Fahrzeugs ist der freitragende Schalensitz, der komplett unabhängig vom Rohrrahmen auf speziellen Stützen verschraubt wird. Das Design spiegelt die absolute Perfektion des italienischen Rennsports der 1960er-Jahre wider: Die auffällige Längssteppung in Gold-Metallic, kombiniert mit den roten Aussenwangen und dem weissen Keder, fängt den klassischen italienischen „Stile Modena“ dieser Epoche meisterhaft ein.

Felgen & Reifen: Ein zeithistorisches Dokument
Das Kart rollt auf originalen, zweiteilig geschraubten 8-Speichen-Aluminiumgussfelgen (5-Zoll) aus italienischer Produktion. Bestückt sind die Felgen mit einer historisch absolut korrekten Mischbereifung der Epoche, wie sie damals im internationalen Rennsport üblich war. An der Vorderachse sorgen gerillte Goodyear Super Rib 4.10/3.50-5 Reifen für eine präzise Lenkung. Auf der Hinterachse sind Pneumatici slick montiert, um maximale Haftung auf dem Asphalt zu garantieren.

? Der Motor: Moto Parilla V11 Thunderbolt (1958)
Der Moto Parilla V11 Thunderbolt von 1958 gilt als einer der ersten echten Rennkart-Motoren Europas und als Meilenstein der frühen Kartgeschichte. Entwickelt wurde er unter der Leitung von Giovanni Parrilla in Mailand speziell für den Kartsport. Der V11 besass einen horizontal liegenden Einzylinder-Zweitaktmotor mit 98 cm³ Hubraum (Bohrung: 48 mm / Hub: 54 mm). Die Leistung lag bei etwa 11,5 PS bei rund 9.500 U/min, übertragen per Direktantrieb (Direct Drive). Ausgestattet ist der Parilla V11 rotante mit einer gesteuerten Drehschieber-Einlasssteuerung („Aspirazione a disco rotante“), einer Zwangsluftkühlung via Lüfterrad („Raffreddamento forzato“) mit roter Blechabdeckung sowie einem Dell’Orto UB22S Kart Vergaser (22 mm Durchlass). Die Thunderbolt-Version war die absolute Sportausführung und besass einen leichten Aluminiumzylinder mit einer eingepressten Gusseisenlaufbuchse für höhere Drehzahlen und bessere Haltbarkeit im Renneinsatz.
Historischer Wert und Fazit

Dieses Oldtimer-Rennkart ist ein lebendiges, unberührtes Zeitzeugnis der Motorsportgeschichte. Es dokumentiert perfekt den historischen Wendepunkt, an dem aus einfachen Fahrzeugen hochentwickelte Rennsport-Chassis wurden. Durch die Zusammenführung der robusten Italkart-Front mit dem revolutionären Tecno-Sidewinder-Heck und dem geschichtsträchtigen Parilla-Werksmotor stellt dieses Gespann ein museumsreifes Sammlerstück dar. Auf internationalen Festivals (wie dem berühmten Coppa dei Campioni in Jesolo) ist dieser italienische Rennsport-Oldie ein seltener und hochkarätiger Blickfang.

  • Anzahl Sitze 1
  • Interior design leder
  • Felgen: aluminium
  • Motor Typ 1 zylinder
  • Zylinder 1
  • Antrieb heckantrieb

Kontakte des Händlers

Reto Zimmerli

Händlerseite
Telefon: +41793443366

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